2019 Vorhang auf…

…zur Best of Funken Fastnachts Show!

Stellen Sie sich vor, ein Besuch im Theater steht an. Rechtzeitig vor Beginn suchen Sie Ihre Plätze auf. Man unterhält sich noch ein wenig über das eine oder andere. Der Saal füllt sich immer mehr, Besucher nehmen ihre Plätze ein und da merken Sie, dass Sie auf der falschen Seite -nämlich auf der Bühne- sitzen.

So erging es unserem Opa (Harry Stastny), nur weil die Oma (Sibylle Weihrich) unbedingt auf diese beiden Sitzplätze bestand. Die zwei Alten waren in ihrem Element. Es wurde gezankt und gestänkert, was das Zeug hielt, bis es unter die Gürtellinie ging. Die Wirkung auf das andere Geschlecht kam zur Sprache.  Und wer hätte es geglaubt, wie zum Beweis für seinen unwiderstehlichen Charme und „wildes Leben“ wimmelte es auf der Bühne von „Enkeltöchtern“, die begeistert ihren „Opa, Opa, Opa“ umringten.

In Neonröckchen begeisterten die Kleinsten mit Tanz- und Turneinlagen. Einfach süß meisterte die aufgeweckte Wuselgruppe unten den Augen ihrer Trainerinnen Caroline Storch und Nadja Strauß ihren Auftritt und brachte alle Besucherherzen auf ihre Seite. Hilfestellung bekamen sie von den Harlekinen Mareike Alt, Marlen Franz, Julius Strauß, Isabell und Fabian Ritter.

Keine Sitzung im herkömmlichen Sinn, das hieß aber nicht, dass es keinen Protokoller gab. Heinz Burger brachte ganz traditionell seinen Jahresrückblick unter das Volk. Er war auch der Einzige, der auf den Tusch nicht verzichten wollte und so alternativ mit einer Ballhupe seine ganz persönlichen Ausrufezeichen setzte.

Die vor einigen Jahren von der Popgruppe PUR gestellte Frage „Wo sind all‘ die Indianer hin?“ wurde im fließenden Übergang im Anschluss auch gleich geklärt. Die Indianer sind im Parktheater Bensheim und stellten auch gleich mal klar, warum Grieselindianer so wichtig für Bensem sind und welche besondere Liebenswürdigkeit den Bensemer an sich so einzigartig machen. Es wurde klargestellt, was so alles schief läuft in Bensheim und ein weiterer Tophit der Musikgeschichte „Hotel California“ mit neuem Text „Hab‘ ich im Moment woas falsch verstanne, hab ich Dreck im Ohr…?“ in das Repertoire der Band aufgenommen. Ein Titel, der auch die Zustimmung vieler Besucher fand. Die Indianer gaben einem begeisterten Publikum noch wichtige Tipps zum richtigen Umgang mit Krustentieren und mit Applaus ging es dann schon in die erste von zwei Pausen.

Vorhang auf und es war klar, die Funkengarde in ihren rot-weißen Uniformen steht parat. Zu “ Er gehört zu mir, wie mein Name an der Tür!“ in einer flotten Remix Version, wurden unter der Leitung von Mara Schneider die Beine geschwungen und Gardetanz mit Schmiss geboten.

Es sind die Sätze wie zum Beispiel: “Verzapft wird grenzenlos banales, infantiles und anales, verbaler Schrott gespickt mir Zoten, doch das bringt Quote, Quote, Quote!“, die den besonderen Status von Sibylle Weihrich in der Funken Show begründen. Wortjonglage vom Feinsten zum Thema Casting im Fernsehen.

Oldie but Goldie hieß es dann bei den Grieselsängern. Alte Bekannte mit den Greatest Hits aus vielen Jahren, Superhits von Schlager bis Klassik mit eigenen Texten präsentiert  von den Solisten Jürgen Röhrig (Kichenglocken), Alfred Hogen (Brennend heiße Magenwände / Schön war die Zeit),  Harry Stastny  (Wenn ich zum Obi geh’) und natürlich Andreas Rau ( Boatwoschdwender) gesanglich begleitet von Elke Opper, Anita Mühlum,  Bernd Birkholz, Thomas Becker und Frank Opper (Gesang und Keyboard).

Harry, nutze die Chance für ein Nachwort. Ein Artikel über „Der Mann am Grill“ ließ ihm einfach keine Ruhe und sein Ärger musste einfach raus!

Im Anschluss ging dann der „Herr des Feuers“ auch sichtlich entspannter mit dem Publikum in die wohlverdiente zweite Pause!

Ein Indianer in weißem Anzug mit roten Franzen, ein wachsames Aach uf Bensem un Umgebung, das kann nur einer sein – der „Rote Funke“. In seiner Paraderolle, als Hüter über das schöne Bensheim, kam Rolf Weihrich überein, dass einige Themen wie Bürgerhaus und Haus am Markt nicht mehr der Rede wert waren und verdeutlichte genau das auch nochmal mit einem Augenzwinkern. Als er dann noch einen Besuch auf dem Friedhof von Kätha und Babett zum Besten gab, waren endgültig alle Lachmuskel im Saal am Arbeiten.

Die Bänkelsänger Alfred Hogen und Jürgen Röhrig nutzten zwei Jahre nach ihrem Offiziellen Bühnenabschied den Auftritt in der Funken-Show, um ihr Hit-Medley zum Besten zu geben. Natürlich hatten sie auch wieder diverse Witze auf Lager, unter anderem auch solche, die bei vergangenen Auftritten im Fernsehen zensiert wurden. Und man kann es ihnen bestätigen: Sie haben im Ruhestand nichts verlernt – weder ihre legendäre Ton- noch Textsicherheit!! – Sie sind und bleiben eben die Bänkelsänger-Band.


Die Batschkapp und das Sakko des Zwingenbergers Harald Stastny kennt jeder Funkenfreund. Er brachte seinen Vortrag um sein Geburtstagsgeschenk zum 60sten Geburtstag – eine Woche mit Personaltrainerin Linda – auf die Bühne. Seine speziellen Vortragsart, die neben der Mimik auch vor dem Einsatz von Händen und Füßen nicht zurückschreckt , machte es allen Gästen möglich, den Wandel der hocherotischen im sexy Lycra Outfit erscheinenden Fitnesstrainerin  zur nasal krächzenden, frigiden Aerobic-Schlampe körperlich nachzuvollziehen. Muskelkater inclusive!

Unser Showballett brachte mit bunten Gewändern und einem Tanz zu indischen Klängen einen Hauch Bollywood in das Parktheater.  Im zweiten Teil der Darbietung wurde dann zu moderner westlichen Musik auch wieder ein Bogen zur westlichen Welt geschlagen….

….und so ging es dann direkt zum großen Finale über. Nach der Funkenhymne „Wir sind die Roten Funken vom Indianerstamm …“ und natürlich bei Rolfs letztem Auftritt mit „Ich bin von Bensem!“ hielt es niemand mehr auf den Sitzen.

Für alle Beteiligten des Experimentes „ Best of Funken-Show“ ein tolles Gefühl zu wissen,
dass man auch in besonderen Situationen im wahrsten Sinn des Wortes “zusammensteht”.

Eijo !