Intro 2013

Grußwort des 1. Vorsitzenden

Liebe Gäste,

zwischen dem Redaktionsschluss dieses Heftes und den Sitzungen wird, kann, soll, dürfte und muss noch einiges passieren, was uns Funken an die Existenz gehen kann, nämlich in Bezug auf das Bürgerhaus.

Die Position, die der Vorstand der GRF zum Bürgerhaus einnimmt, ist klar: Eine Sanierung – egal ob als „Reparatur“ oder grundhaft – stellt uns wegen der Schließung des Hauses während der Arbeiten vor existentielle Probleme.

Damit kommt für uns nur der Neubau in Frage.

Ich möchte trotzdem schon einmal eine Prognose zu dem anstehenden Bürgerentscheid wagen:

Ganz egal, wie er ausgeht, er wird Bensheim keinen Zentimeter nach vorne bringen.

Das hängt m.E. damit zusammen, dass die Haltung vieler Bensheimer nicht aus dem Kopf sondern aus dem Bauch kommt, und da nützt es auch nichts, wenn von Seiten der Befürworter des Neubaus die gleichen Vernunftsgründe immer wieder betont werden.

Versuchen Sie doch mal einem Kind, das kein Gemüse essen will, damit zu kommen, dass es gesund ist und halten Sie ihm einen Vortrag über Vitamine, Ballaststofffe, Kalorien und Kohlehydrate. Viel Erfolg!

Die Politik muss heute, und das gilt auf allen Ebenen, den Menschen Visionen geben, an denen sie teilhaben können, und sie dafür immer neu motivieren.

Ich kann meine Ehe auch nicht so führen, dass ich meine Frau ständig daran erinnere, dass sie geschworen hat, mich zu lieben, sondern ich muss mir diese Liebe täglich neu verdienen.

Also, gebt uns Bilder, gebt uns Greifbares, lasst uns teilhaben an dem Geschmack des Hessentags, an dem Geruch einer gemeinsamen Zukunft in Bensheim!

Und nun genug der Vorrede, ich wünsche all unserern Besuchern viel Vergnügen bei der diesjährigen Funkensitzung.

Mit dreifach Eijo!

Rolf Weihrich

 

Grußwort des 2. Vorsitzenden

Liebe Gäste, liebe Freunde der Funkenfastnacht!

2012 - Ein Jahr liegt hinter uns und hat uns einiges an Überraschungen und netten Aussichten hinterlassen. Finanzkrise, Schuldenkrise, Glaubenskrise, Wirtschaftskrise, Vertrauenskrise, Regierungskrise, Energiekrise, Zeitungskrise usw. usw. Krisen im Überfluss. Da ist für jeden etwas dabei. Um bei den Aussichten heiter durch das Jahr zu kommen, braucht man einen guten Rat und in solchen Fällen greift der Deutsche auch gerne mal zum Klassiker.

Bei Goethes wird man da fündig. Diesmal aber nicht bei Johann Wolfgang sondern bei seiner Mutter Catharina Elisabeth Goethe. Von Ihr stammt dieses Rezept für ein heiteres Jahr:

Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.

Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor.

Man füge 3 Esslöffel Optimismus hinzu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt.

Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen!

Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleinster Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit ..…

In diesem Sinne – 2013 ist angerichtet –
Guten Appetit und Eijo

Ihr Guido Grünhag